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04.04.2011
Über die Erforschung der Arktis: Das Zentrum für kosmische Beobachtungen

Herr Friedrich Andorf aus Meckenheim schreibt uns folgendes:

Sprecher: Welche Forschungsarbeiten führt Russland in der Arktis durch?

Sehr geehrter Herr Andorf, heute berichten wir Ihnen von einem einzigartigen Zentrum zur Erforschung der Arktis.

Es handelt sich dabei um das Zentrum für Beobachtungen der Arktis aus dem Weltraum. Es wurde am Institut für Informations- und Weltraumtechnologien der Universität von Archangelsk im Norden von Russland eingerichtet.

Die Grundlage des Zentrums bildet die russische «UniScan-36»-Technologie für Aufnahme und Verarbeitung von aus dem Weltall in Echtzeit aufgenommenen Bildern der Erde. Diese wurde von Spezialisten des Moskauer Unternehmens «SANEKS» entworfen.

Der Wirkungsradius dieses Gerätes beträgt 3500 km um den Aufstellungsort der Antenne herum, wie Sergei Koposow, Direktor des Zentrums für kosmische Beobachtung der Arktis an der Föderalen Universität in der Nördlichen Arktis, sagt:

„Die Beobachtung der Erde aus der Entfernung und die Satellitenaufnahmen erlauben es, die Situation des Eises auf dem Wasser zu beobachten und die Schifffahrt mit Informationen zu versorgen als auch die Schiffsrouten, die Forstwirtschaft, den Fischfang, die Bauwirtschaft und die Nutzung von Bodenschätzen zu optimieren. Wir arbeiten sowohl mit optischen Daten als auch mit Radarinformationen. Das Zentrum für kosmische Beobachtung hat eine Zusammenarbeit mit einem Institut in Norwegen im Rahmen des Projektes «Hochwasser» begonnen. Diese ist sowohl für unsere „Nördliche Dwina“ als auch für die Flüsse Europas von Bedeutung“.

Der bekannte norwegische Polarforscher Nansen nannte die Arktis einst «Land des eisigen Schreckens». Heute nennt man sie anders, nämlich Eigentum des gesamten Planeten.

Auf dem Grund des Arktischen Ozeans, auf dessen Festlandsockel, befinden sich vermutlich 15-20% der Energieressourcen der Welt ebenso wie Zink, Gold und Diamanten. Russland begann als erstes Land mit systematischen Erforschungen dieser Region und durchfuhr als erstes die Nordostpassage. Jetzt arbeiten dort 6 Eisbrecher. Russland startete ab Ende der 1930-er Jahre mit der Entsendung einer einzigartigen schwimmenden Station mit der Bezeichnung «Nordpol». Als erstes schaffte Russland ein umfangreiches Systems zu Erforschung des Klimas der Arktis. Russland hat die längste Küstenlinie mit dem Arktischen Ozean im Vergleich mit anderen Staaten.

Spezialisten meinen, dass die kosmische Komponente heute bei der Erforschung und Erschließung der Arktis unentbehrlich ist.

Oft sind Satellitenaufnahmen in diesen großen und unwirtlichen Breiten die einzige Informationsquelle über den Zustand des Gebiets. Satellitenbilder zeigen beispielsweise in Echtzeit, ob es Ölaustritte ins Meer gibt, was für Unternehmen sehr wichtig ist, die sich mit der Planung der Erschließung von Rohstoffen des Festlandsockels beschäftigen. Das operative Beobachten ist unentbehrlich für die Bewahrung der Flora und Fauna, für den Flugverkehr, eine zuverlässige Telekommunikation und das Treffen von verwaltungstechnischen Entscheidungen. Auch den Ölarbeitern und Waldarbeitern sind die Aufnahmen von Nutzen. Allen, deren Arbeit von Wetterbedingungen abhängt.

Momentan wird an der Universität von Archangelsk eine neue Generation von Spezialisten ausgebildet. Studenten arbeiten schon mit Informationen aus dem Weltall. In der Zukunft wird das Zentrum von Archangelsk zum multifunktionellen Weltraumbeobachtungssystem «Arktika» gehören, das ab 2014 installiert werden soll. Dann wird das «Land des eisigen Schreckens» als auch Land der Nordlichter und Eisbären ebenso wie die «strategische Rohstoffbasis Russlands» verständlicher und besser beobachtbar werden.

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